Ätherische Öle

Dosierung ätherischer Öle


Grundlegend muss man sagen, dass Laien generell keine ätherischen Öle unverdünnt auf die Haut auftragen sollten und schon gar nicht die ätherischen Öle innerlich einnehmen sollten. Die ätherischen Öle können extrem schwere Hautschäden verursachen, sie können die Schleimhäute stark beschädigen und sie können zu Vergiftungen führen. Wohlgemerkt: dies ist ein Ratschlag für Menschen, die sich mit ätherischen Ölen nicht auskennen!

Denn natürlich ist es so, dass einige ätherische Öle sowohl pur auf die Haut gegeben werden können oder auch innerlich angewandt werden können. Doch wer die Öle nicht kennt, der kann auch schnell das falsche Öl erwischen.

Generell sollte man sagen, dass ätherische Öle nicht zur alltäglichen Dauerverwendung empfohlen werden. Man sollte also zum Beispiel nicht jeden Tag den ganzen Tag eine Duftlampe laufen lassen, da man ansonsten gegenüber den Duft nach und nach abstumpft. Die Wirkung des Öles bleibt jedoch erhalten. Man nimmt es nur nicht mehr als Duft wahr.

Mengen für Duftlampen und Verdampfer bzw. Verdunster

Duftlampen sind relativ einfach in deren Handhabung und sind inzwischen in vielen Haushalten zu finden. Wie gesagt, sollte man eine solche Duftlampen aber nicht den ganzen Tag in Betrieb haben, empfohlen wird vielmehr, dies maximal 2 Stunden am Tag durchzuführen.

Nach einer gewissen Zeit nimmt man den Duft also nicht mehr wahr, sodass man in Versuchung gerät, immer mehr Öl nachzugießen. Dies wiederum kann dazu führen, dass es zu einer starken Überreizung der Personen in dem Raum kommt, wodurch zum Beispiel Kopfschmerzen oder Benommenheit auftreten kann.

Die folgende Dosierungsempfehlung gilt für Zimmer mit ca. 25 m² Fläche:
Geben Sie maximal zehn Tropfen ätherische Öle in die Duftlampe und lassen Sie dies verdunsten. Achten Sie bei Duftlampen darauf, dass stets genügend Wasser im Behälter ist, da ansonsten die ätherischen Öle verbrennen und krebserregende Stoffe bilden können.

Zur Körperpflege

Wenn Sie eine besonders sensible Haut haben sollten Sie maximal Ölmischungen mit einem Prozent verwenden. Dies bedeutet, dass Sie ca. maximal 25 Tropfen ätherische Öle auf 100 ml Trägeröl geben.

Wenn Sie eine besonders robuste Haut haben, können Sie den Gehalt an ätherischen Ölen verdoppeln.

Wenn Sie jedoch nicht wissen, welche Hautart Sie haben bzw. wenn Sie besonders vorsichtig sein wollen, wozu angeraten sein sollte, halten Sie sich bitte an die Dosierungen für sensible Haut.

Pflegeöle und Massageöle

Wenn Sie eine besonders empfindliche Haut haben, sollten Sie maximal eineinhalb Prozent ätherische Öle auf 100 ml Trägeröl geben, was ca. 38 Tropfen maximal sind. Menschen mit robuster Haut können auch hier wieder die doppelten Mengen verwenden.

Unter Pflegeölen und Massageölen versteht man Öle, die man für die Körperpflege verwendet, die man als Sportöle einsetzt oder mit denen man zum Beispiel etwas gegen Krampfadern oder hervortretende Venen tun möchte. Hinzu kommen außerdem Öle wie sogenannte Brustöle oder Öle gegen Erkältungen und Husten, die man auf der Brust oder auf dem Rücken aufträgt.

Das Wort Massageöl dürfte sich von selbst erklären.

Solche Öle kann man täglich bzw. mehrmals täglich anwenden.

 

Medizinische Massageöle

Hier liegt die maximale Konzentration an ätherischen Ölen bei maximal 5 %. Man sollte davon jedoch immer nur kleine Mengen herstellen und anwenden.

Ein Mischungsverhältnis wäre zum Beispiel 30 Tropfen ätherisches Öl auf 25 ml Trägeröl.

Bitte beachten Sie, dass man solche medizinisch induzierten Mischungen eigentlich nur nach dem Rat eines Fachmanns verwenden sollte. Solche Öle werden nur für kurze Zeit und für spezielle Körperstellen eingesetzt. Sie eignen sich zum Beispiel, wenn man unter Muskelschmerzen leidet oder wenn man sich etwas geprellt oder verstaucht hat. Allerdings sollte man bei diesen Ölen bereits darauf achten, ob sich eventuell Nebenwirkungen zeigen, worauf man die Behandlung sofort einstellen sollte.

Es ist außerdem empfehlenswert, dass man die Rezeptur schriftlich niederlegt und im Nachhinein dazu schreibt, ob sie geholfen hat bzw. ob eventuelle Probleme aufgetreten sind. So kann man bei einem späteren Wiederauftreten der Beschwerden genau auf das richtige Öl zurückgreifen.

Es sei außerdem gesagt, dass man solche Körperöle auf feuchte oder nasse Haut aufträgt, und nicht etwa auf trockene Haut. Dadurch wird das Öl mitsamt seinen Wirkstoffen besser aufgenommen.

 


Mischungen für Kompressen und Wickel


Für heiße feuchte Wickel verwenden Sie eine Emulsion aus ätherischem Öl und Sahne.

Geben Sie also ein bis zwei Tropfen der ätherischen Öle in etwa einen Teelöffel Sahne und vermischen Sie dies. Geben Sie diese Mischung dann in heißes Wasser, womit Sie dann den Wickel oder die Kompresse tränken.

Diesen Wickel oder diese Kompresse legen Sie dann auf den Körper auf und wickeln ein Handtuch darum.


Ölkompressen

Ölkompressen sind Kompressen, die mit einer Mischung aus ätherischen Ölen und fetten Ölen getränkt sind.

Beachten Sie hier die Mischungsverhältnisse wie bei kosmetischen Ölen bzw. bei Pflegeölen. Geben Sie von dieser Mischung dann die jeweils unten angegebene Menge auf eine Kompresse und geben diese Kompresse dann auf den Körper.

Für Säuglinge sollten Sie maximal einen Teelöffel der Ölmischung verwenden, für Kinder maximal zwei Teelöffel und für Erwachsene ebenfalls maximal zwei Teelöffel.

Waschungen mit ätherischen Ölen bzw. Hydrolaten


Wenn man Waschungen durchführen möchte, sind Hydrolate besonders gut geeignet. Man gibt dazu zwei Esslöffel Hydrolat in lauwarmes Wasser.
Nach Belieben kann man dann noch zwei Tropfen ätherisches Öl hinzugeben oder, falls man auf das Hydrolat verzichten möchte, gleich 2-4 Tropfen ätherisches Öl verwenden.

Solche Waschungen helfen zum Beispiel, wenn man Hautbeschwerden hat oder wenn man Fieber senken möchte.

Zudem sollte man beachten, dass je nach Temperatur des Wassers eine beruhigende oder anregende Wirkung eintritt.

Ist die Wassertemperatur über der Körpertemperatur, so kommt es zu einer beruhigenden Wirkung. Liegt die Wassertemperatur unter der Körpertemperatur, so hat eine solche Waschung eine anregende Wirkung.

Badezusätze

Bitte beachten Sie, dass Sie ätherische Öle nicht direkt in ihr Badewasser geben, da das Öl nicht wasserlöslich ist und dann oben auf dem Badewasser schwimmen würde. Viel schlimmer ist jedoch, dass, je nach Öl, diese Öltropfen pur an Ihre Haut gelangen könnten und schwere Reizungen auslösen könnten.

Idealerweise emulgiert man diese Öle mit Sahne und gibt sie dann dem Badewasser bei.
Alternativ dazu können Sie die Öle auch in einen Esslöffel Honig geben und dann dem Badewasser zugeben.

Erwachsene Menschen sollten maximal 15 Tropfen ätherisches Öl pro Bad verwenden, bei Kindern sollten es nicht mehr als zehn Tropfen sein. Bei Kleinkindern sollte man besonders vorsichtig agieren und maximal vier Tropfen verwenden.

Sitzbäder

Für Sitzbäder gilt das gleiche wie für Vollbäder. Allerdings sind die Dosierungen geringer, da auch die Wassermenge geringer ist. Als Anhaltspunkt gilt: verwenden Sie die halbe Menge ätherischer Öle.

Inhalationen

Inhalationen werden besonders gerne durchgeführt, wenn man unter Erkältungen leidet.

Bei Inhalationen sollte man besonders vorsichtig dosieren, da man die verdunsteten ätherischen Öle direkt über die Nase einatmet, und zwar in voller Intensität. Verwenden Sie also maximal einen bis zwei Tropfen ätherische Öle!

Saunamischungen

Für Saunamischungen verwenden Sie maximal fünf Tropfen ätherische Öle pro Kelle Wasser.

Obwohl die Öle in Wasser gegeben werden, werden sie nicht vorher mit Sahne vermischt. Geben Sie also die Öle direkt in das Wasser und rühren Sie einmal gut durch, bevor Sie eine Kelle Wasser auf die Steine geben.

Geben Sie niemals ätherische Öle pur auf die heißen Steine, da sie durchaus leicht brennbar sind und es so zu schweren Verletzungen kommen kann!

Bitte beachten Sie auch, dass einige Öle, zum Beispiel Citrusöle, mit der Zeit Rückstände auf den Steinen bilden können. Diese Rückstände können Sie mit Reinigungsalkohol wieder entfernen, natürlich erst dann, wenn die Steine wieder kalt sind.

Putzmischungen

Verwenden Sie pro 5 l Putzwasser ca. zehn Tropfen ätherische Öle, wie zum Beispiel Lavendelöl, Lavandin oder Zitronenöl.


Übrigens nochmals zur Info:
1 ml ätherisches Öl sind ca. 20 - 25 Tropfen (je nach Öl).















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