Risiken ätherischer Öle
Ätherische Öle stellend hochkonzentrierte
und hochwirksame Substanzen dar, die einige Risiken
und Nebenwirkungen beinhalten.
Beachten Sie deswegen bitte immer die folgenden Hinweise
bei Ihrer Reise durch die Welt der Düfte:
Allergiegefahr
Alle Zitrusöle sowie Lorbeer, Zimtrinde und Cassia
können Allergien fördern und sind von hochallergischen
Menschen am besten ganz zu meiden, auch in der Duftlampe.
Vorsicht bei Neigung zu Epilepsie
Epileptiker dürfen folgende Öle nicht verwenden,
da durch starke Raumbeduftung, einer Inhalation oder
einer zu hohen Dosierung im
Bad oder bei einer Massage ein epileptischer Anfall
ausgelöst werden kann:
Basilikum, Fenchel, Kampfer, Krauseminze, Salbei, Ysop,
Zedernholz und Zypresse.
Risikofaktor Bluthochdruck
Folgende Öle erhöhen den Blutdruck:
Rosmarin, Thymian, Ysop und Salbei.
Falls Sie also unter hohem Blutdruck leiden, sollten
Sie diese Essenzen besser meiden.
Nicht während homöopathischer Behandlung
Wenn Sie aktuell mit homöopathischen Mitteln behandelt
werden, können Sie ohne weiteres ätherische
Öle in der Duftlampe verwenden.
Auf eine kurmäßige oder hoch dosierte äußerliche
Anwendung sollte allerdings verzichtet werden. Vor allem
Kampfer, Pfefferminze, Thymian und Kamille können
die Wirkung homöopathischer Mittel stark beeinträchtigen.
Nicht in der Schwangerschaft
In der Schwangerschaft sollten folgende ätherischen
Öle nicht verwendet werden:
Angelikawurzel, Anis, Basilikum, Bay, Bohnenkraut, Cistrose,
Estragon, Fenchel, Kampfer, Majoran, Melisse, Minze,
Muskat, Muskatellersalbei, Myrrhe, Gewürznelke,
Origanum, Petersilie, Rosmarin, Schopflavendel, Spearmint,
Thymian, Verbena, Wacholder, Ysop, Zimt und Zedernholz.
Warnung für stillende Mütter: Während
des Stillens können wundheilende ätherische
Öle wie Rose und milchtreibende wie Jasmin äußerlich
angewendet werden. Ansonsten sollten Sie zwei Stunden
vor dem Stillen auf hohe Dosierungen jeglicher Essenzen
in Massageölen, Bädern und Inhalationen verzichten!
Für Kinder niedrig dosieren
Für Kinder sollte grundsätzlich eine deutlich
geringere Dosierung verwendet werden.
Geeignet sind hautfreundliche, beruhigende und schön
duftende Essenzen wie Rose, römische Kamille oder
Lavendel im Hautöl oder als Badezusatz. Die Dosierung
richtet sich nach der Intensität des ätherischen
Öls und dem Alter des Kindes.
Zitrone hat sich für Kinder in geringer Dosis
in der Duftlampe bei Erkältungen bewährt.
Toxische Wirkung ätherischer Öle
Bestimmte ätherische Öle können zu Organschäden
bei innerlicher Einnahme führen, z.B. Anis, Basilikum,
Bohnenkraut, Fenchel, Kampfer, Muskat, Gewürznelke,
Origanum, Petersilie, Salbei, Thymian, Ysop, Zimt, Pfeffer.
Als verträgliche nichttoxische Essenzen gelten
Teebaum, Lavendel und Rose. Dies sind zugleich auch
die Öle mit den wichtigsten und breitesten Anwendungsspektren.
In der Duftlampe sind diese Öle allerdings völlig
ungefährlich.
Hautreizende Essenzen
Grundsätzlich wirken alle ätherischen Öle
hautreizend, was bis zu einem gewissen Grade ja auch
erwünscht ist, da diese Reizung eine belebende
und durchblutungsfördernde Wirkung auf die Haut
hat.
Die hautreizende Wirkung ist abhängig von der
Dosierung und der Sensibilität der Haut. Die normale
Konzentration von ätherischen Ölen für
die Hautpflege beträgt 0,7 bis 1 Prozent. Dabei
ist in der Regel keine Hautreizung zu erwarten.
Falls Sie bei der Herstellung von Cremes, Körper-,
Massage- und Badeölen diese Dosierung nicht überschreiten,
gehen Sie sicher und brauchen sich um die nachfolgende
Liste mit hautreizenden Essenzen nicht zu kümmern.
Ab Konzentrationen von mehr als ein Prozent wirken
hautreizend: Angelikawurzel, Anis, Basilikum, Cajeput,
Eukalyptus, Fenchel, Ingwer, Kampfer, Kardamom, Kiefernnadel,
Koriander, Lemongras, Litsea cubeba, Limette, Mandarine,
Melisse, Niaouli, Orange, Pfeffer, Pfefferminze, Spearmint,
Tannenzapfen, Tagetes, Verbena, Weißtanne, Zitrone
und Zitronellgras.
Es gibt aber auch Öle, die selbst bei geringer
Dosierung zu stärkeren Hautreizungen führen.
Dazu gehören Bohnenkraut, Gewürznelke, Kümmel,
Origanum, Zimtrinde, Zimtblätter und Thymian.
Diese Essenzen sollten Sie im Badewasser und in den
Massageölen am besten gänzlich meiden.
Vorsicht bei Sonne
Einige ätherische Öle können eine Überempfindlichkeit
der Haut gegenüber ultraviolettem Sonnenlicht oder
anderem UV-Licht verursachen. Diesen Effekt nennt man
phototoxisch. Er kann bereits bei einer Beimischung
von mehr als 0,4 Prozent eines phototoxischen Öls
in einem Trägeröl auftreten.
Bei empfindlicher und besonders heller Haut sollten
Sie auf diese Öle ganz verzichten oder vier Stunden
lang nach der Anwendung direktes Sonnenlicht oder intensive
ultraviolette Bestrahlung meiden.
Folgende Essenzen weisen eine photosensibilisierende
Wirkung auf: Angelikawurzel, Johanniskraut, Karottensamen,
Kreuzkümmel, Verbena, Petitgrain und alle Zitrusöle
wie Bergamotte, Bitterorange, Blutorange, Orange, Zitrone,
Limone, Mandarine und gepresste Limette. Ausnahmen bilden
Grapefruit und destillierte Limette.
Die giftigsten ätherischen Öle sind Beifuß,
Poleiminze und Thuja. Sie sollten prinzipiell nicht
zum Kauf angeboten werden. Auch bei normaler Haut ist
Vorsicht bei der Anwendung bestimmter Öle imSonnenlicht
geboten.
|