| Für die Wirksamkeit ätherischer Öle
sind die Qualität und Reinheit entscheidend. Öle
sind sehr teuer. Panschen ist deshalb ein lukratives
Geschäft. In Hamburg hatte man bei der Untersuchung
von 80 Bergamotteölen festgestellt, dass 70 Prozent
der Öle willkürlich gemischt und verdünnt
waren.
Die Qualität der ätherischen Öle
hängt entscheidend von den Anbaubedingungen der
entsprechenden Pflanzen, den Herstellungsbedingungen
sowie von der Aufbewahrung ab. Werden ätherische
Öle unsachgemäß gelagert, können
sie durch Oxidation altern und dadurch unerwünschte
Veränderungen des Öls auftreten, sagt
Reinhard Saller, Naturheilkundeprofessor in Zürich.
Folgende Angaben sind wichtig:
Das ätherische Öl sollte aus der Stammpflanze
gewonnen werden. Angaben wie g & a bedeuten genuin
(unverändert) und authentisch.
Eine Bezeichnung nach DAB (Deutsches Arzneimittelbuch)
reicht nicht. Diese Angabe schließt nämlich
nicht aus, dass synthetische oder naturidentische Öle
untergemischt werden. Um den DAB-Anspruch zu erfüllen,
müssen nur einige wenige Inhalts- bzw. Hauptkomponenten
in der verlangten Konzentration nachgewiesen werden.
Ob diese Hauptkomponenten von der eigentlichen Pflanze
stammen, ist zweitrangig.
Die Bezeichnung echtes ätherisches Öl
bietet keinerlei Reinheits- oder Qualitätsgarantie.
Richtig ist dagegen die Angabe 100 Prozent reines
ätherisches Öl.
Auf den Beipackzetteln oder Flaschen sollten die Chargennummer
und die lateinische und deutsche botanische Bezeichnung
der Herkunftspflanze genannt werden. Wichtig sind auch
die Angaben des Pflanzenteils, aus dem das Öl gewonnen
wurde, die Füllmenge und das Herkunftsland. Thymianöl
ist nicht gleich Thymianöl. Je nach Herkunftsland
und Standort variiert die Zusammensetzung des Öls.
Bei Angaben über den Anbau empfiehlt es sich,
auf folgende Zusätze achten: kontrolliert-biologischer
Anbau, Wildanbau oder konventioneller (rückstandsfreier)
Anbau, der besonders für Allergiker geeignet ist.
Fragen Sie nach den Trägerölen in Prozent
(sehr teure Öle werden auch verdünnt angeboten!),
den Zusätzen, dem Gewinnungsverfahren und regelmäßigen
Kontrollen.
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